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Woche 4
 
 
  4. Woche (08.05.-14.05.)

Bei Ole wird festgestellt, dass sein Ductus sich wieder geöffnet hat. Wir sind „begeistert“. Wieder bekommt er das Indomethazin und siehe da – der Ductus schließt sich wieder soweit, dass man es dabei belassen kann. Bis dahin dachten wir, wenn der Ductus einmal zu ist, bleibt er es auch, aber wie man sieht, ist das leider nicht der Fall. Na, wir hoffen, dass er nun geschlossen bleibt.
In dieser Woche dürfen beide immer mal wieder ihren verhassten Tubus gegen eine angenehm kleine Pressluftsonde eintauschen. Diese ist im Vergleich wirklich sehr dezent und geradezu bequem. Zum Kuscheln ist sie vor allem sehr praktisch, da sie nicht so schnell verrutscht, wenn die beiden Rappelköpfe meinen, dass sie ganz dringend in der Weltgeschichte umhergucken müssen.
Ihre Nahrung erhalten die Beiden nach wie vor über die Magensonde. Mal so zwischendurch zur Orientierung: Ole bekommt derzeit alle 2 Stunden 13ml pasteurisierte Muttermilch, die ich ja ganz eifrig abpumpe. Jasper bekommt ein wenig mehr. Beide haben immer mal wieder Bradykardien (Abfälle der Herzfrequenz und der O2-Sättigung), die aber nicht zu oft auftreten, so dass die O2-Zufuhr nie sehr hoch eingestellt werden muss. Zu viel Sauerstoff kann sich nachteilig auf die Augen auswirken, d.h. es besteht die Gefahr der Netzhautablösung. Aber damit beschäftige ich mich nicht, da ich denke (und hoffe), dass es eben nicht relevant ist für uns.
Beide bilden noch relativ viel Sekret im Rachenraum, so dass sie häufig abgesaugt werden müssen, was sie natürlich gar nicht mögen. Dann strampeln sie wie wild und wollen die Schwester mit ihren winzigen Händchen wegschubsen. Das sieht eigentlich total niedlich aus, wenn man nicht wüsste, dass das sicher ziemlich unangenehm für sie ist. Naja, da müssen wir alle irgendwie durch. Wir versuchen sie zu beruhigen und sie kriegen sich auch relativ schnell wieder ein.

Irgendwie haben wir schon ganz schön viel Belastung auszuhalten, aber dank der Ärzte und Schwestern fühlen wir uns immer gut informiert und vor allem wissen wir die Süßen gut aufgehoben und gut betreut. Das ist sehr beruhigend bei aller Ungewissheit.

 
 
 
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