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Geburtsbericht
 
 
  So kam ich innerhalb kurzer Zeit zum zweiten Mal in den Genuss, mit dem Rettungswagen fahren zu dürfen. Diesmal sogar mit Tatütata.
Im KH wurde ich dann mit Wehenhemmer (Übles Zeug - man hat davon Mörderherzrasen und fühlt sich wie durch den Wolf gedreht) behandelt. Das hat knappe 4 Tage irgendwie geklappt, aber am 16.4. habe ich dann doch so ab Mittag Wehen gehabt, die auch richtig schmerzhaft waren. Nach Untersuchung des Muttermundes (ich glaube er war 1,5 cm geöffnet) und der Lage der Babies wurde beschlossen, dass sie jetzt auf normalem Wege geboren werden sollen; die Natur ließ sich nicht mehr länger überlisten. Da war ich bei 27+2.
Frank war völlig fertig, als ich ihn anrief und sagte, er müsse herkommen, weil die Kinder sich auf den Weg machen. Unsere Freundin Uta war eh gerade bei mir zu Besuch. Letztendlich waren beide bei der Geburt dabei, das war sehr schön. Die Geburt an sich ging schnell, und wenn man die Umstände mal vergisst, fast angenehm. Die Hebamme war spitze und ich fühlte mich sehr gut aufgehoben. Draußen standen die Kinderärzte bereit um die Kleinen gleich in Empfang zu nehmen. Das beruhigte mich irgendwie.
Tja, dann war es soweit: um 21.11 Uhr kam Ole, der auch den Blasensprung verursacht hatte, und um 21.15 Uhr kam Jasper. Ole fing gleich an zu quieken, was mich sehr erfreute, Jasper allerdings sagte gar nichts. Ihn haben sie auch gleich mitgenommen, ohne ihn uns zu zeigen. Ole durften wir kurz angucken. Er war soo winzig…
Ich wurde dann nachversorgt, dann durften Frank und Uta wieder reinkommen und eine ganz schlimme Zeit des Bangens begann. Wir wussten nicht, wie es den Kleinen, speziell Jasper, ging. Nach einer Ewigkeit kam dann jemand, der sagte, wir dürften jetzt auf die Intensivstation und die beiden Süßen angucken. Hm, also das kann ich gar nicht beschreiben. Ole, der „Kleine“, konnte allein atmen, brauchte nur eine so genannte Atemunterstützung, Jasper schaffte es erstmal nicht allein und wurde beatmet. Ich glaube, ich habe einiges gar nicht richtig mitbekommen, aber sie waren wohl soweit erstmal stabil.
Ich habe noch etwas aufgeschnappt von einer Ärztin, die meinte: „Es beginnt jetzt für Sie ein steiniger Weg. “ Hm, ob das wohl die richtige Motivation und Aufmunterung so kurz nach der Geburt ist?? Naja, wahrscheinlich wollte sie die Situation nicht verharmlosen.
So gegen Mitternacht wurde ich dann auf die mir schon vertraute Station 121 gefahren, wo ich das Zimmer mit noch einer „Frühchen-Mama“ teilte, wie mir gesagt wurde. Sie selbst schlief tief und fest. Das versuchte ich nun auch…
 
 
 
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