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Monat 5
 
 
  5. Monat (korrigiert 2. Monat)
17.8.-16.9.

Ich habe es ja geahnt – es bleibt kaum Zeit zu schreiben. Aber jetzt versuch ich´s mal wieder.

Wir sind – mit kurzen Unterbrechungen – immer noch in Semlin.

Habe ich oben geschrieben, dass beide Kinder durch das Stillen satt werden? Das war mal... Immer öfter fangen sie jetzt nach der Mahlzeit an zu ningeln und verlangen nach mehr – so scheint es. Wir überlegen, was wir machen wollen. Es heißt ja immer, die Nachfrage regelt das Angebot, so dass ich glaube, nach ein paar Tagen hat sich mein Körper auf Mehrproduktion eingestellt. Hm, soweit die Theorie… Irgendwie klappt das nicht und es nervt ziemlich, die beiden zu stillen und anschließend trotzdem zwei unzufriedene Kinder zu haben. Daher entschließen wir uns, die abgepumpten Vorräte aus Charitézeiten endlich anzuzapfen und damit zuzufüttern. Das entlastet mich auch in sofern, dass ich nicht mehr beide Kinder zu jeder Mahlzeit stillen muss. Das mit dem Tandem-Stillen haben wir dann doch nicht so richtig durchgezogen, weil die Lütten irgendwie nicht dauerhaft die richtige Position finden konnten und es der Megastress war, sie immer richtig „angedockt“ zu halten.
Ansonsten könnte ein Wort über diesem Monat thronen: STRESS!!!! Die Kinder sind einfach sehr anstrengend. Sie weinen recht viel und möchten am liebsten andauernd herumgetragen werden. Zum Glück sind wir ja die meiste Zeit bei meinen Eltern und haben dort Unterstützung. In Berlin ist es so, dass wir es oft nicht mal schaffen, uns ein halbwegs ordentliches Essen zu machen, weil die Zwerge immer irgendwas haben. Oft ist es Bauchweh. Hier hat uns eine befreundete Hebamme meiner Eltern gute Tipps gegeben, z.B. den Fliegergriff, der wirklich hilfreich ist. Ansonsten hat sie uns noch das Pucken gezeigt (was nichts mit Bauchweh zu tun hat, aber auch gut hilft bei Unruhe). Man wickelt die Kinder ganz eng in eine Decke oder Tuch, damit sie sich geborgen fühlen und nicht so viel herumfuchteln (was ja eine Spezialität unserer Kinder ist). So kommen sie schneller zur Ruhe. Das klappt wirklich!
Auch in diesem Monat standen natürlich wieder Arzttermine an, z. B. die Atemfunktionsdiagnostik in der Charité. Leider haben wir noch kein auswertendes Gespräch führen können, da die Untersuchungsergebnisse noch nicht vorliegen. Da wir nun einmal in der Charité waren, haben wir gleich mal der NEO II einen Besuch abgestattet. Bei der Gelegenheit haben wir 2 Strampler, aus denen Ole und Jasper schon herausgewachsen sind (*stolz*), für neue Frühchen abgegeben. Tja, nun muss mindestens Größe 50 bzw. 56 her!! Somit haben wir auch nicht mehr das große Problem Klamotten – denn Sachen dieser normalen Größe haben wir ausreichend im Schrank.
Ende dieses Monats erhalte ich meine erste Auszeit: Die Missfits geben in Berlin ihre Abschiedsvorstellung und ich hab dafür eine Karte zum Geburtstag bekommen. So überlasse ich Frank und meiner Mutter die Zwillis und sause vom Lande in die Hauptstadt. Klasse Vorstellung – aber auch nicht viel mehr Schlaf als sonst, da ich erst um 2 im Bett bin und gegen 7 wieder aufstehe, um zurückzufahren.
Frank und ich fragen uns täglich, wie man es allein mit Zwillingen dieses Alters schaffen kann, ohne durchzudrehen??! Wir haben zu zweit schon alle Hände voll zu tun. Aber vielleicht stellen wir uns ja einfach nur ein bisschen umständlich an- hm, aber ich hab keine Ahnung, an welcher Stelle wir was anders machen könnten.

 
 
 
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